„Kompressionsstrümpfe? Hab ich probiert. Bringt bei mir nichts.“
Diesen Satz höre ich ständig.
Von Kolleginnen nach der Spätschicht, von Freundinnen, von Frauen in unseren Kommentaren.
Und jedes Mal frage ich nach: Welchen haben Sie getragen? Welche Stärke? Welche Größe?
Die Antwort ist fast immer: „Keine Ahnung. Irgendeinen.“
Genau da liegt das Problem.
Ein Kompressionsstrumpf ist kein Socken, bei dem nur die Schuhgröße zählt. Wenn er nicht passt, passiert eins von drei Dingen:
1. Die Stärke passt nicht
Ist die Kompression zu schwach, spürst du abends kaum einen Unterschied. Ist sie zu stark, drückt es nach zwei Stunden so, dass du ihn genervt ausziehst. Beides endet gleich: Die Beine sind abends wieder schwer.
2. Die Wade wird ignoriert
Die meisten Strümpfe werden nur nach Schuhgröße verkauft. Aber zwei Frauen mit Größe 39 können einen Wadenumfang von 34 oder 46 cm haben. Ist der Strumpf zu eng, schnürt er ein. Ist er zu weit, rutscht er nach unten und rollt sich zusammen.
3. Er passt nicht zu deinem Alltag
Wer acht Stunden steht, braucht etwas anderes als jemand, der viel sitzt oder reist. Wer schnell schwitzt, braucht Baumwolle statt Gummihaut. Und wer im Sommer Rock trägt, will keinen beigen Strumpf, der „krank“ ruft.
Kurz gesagt: Der richtige Strumpf wirkt nur, wenn du ihn den ganzen Tag trägst.
Und den ganzen Tag trägst du nur einen, der wirklich passt.